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17.05.2016

Wirtschaftsblatt: Wer bin ich 2030?

Senad T., 15 Jahre alt, mit serbischen Wurzeln, plant nicht nur eine Familie, sondern würde gern eine Karriere im Bereich Fremdsprachen einschlagen, mit einem Wunschgehalt von 2300 € im Monat. Seine Sprachkenntnisse möchte er bei Weltreisen ausbauen und nachweisen.
Sangeet B., 15 Jahre alt, mit indischen Eltern: Ihr größter Wunsch ist es, im medizinischen Bereich zu arbeiten, mit einem Wunschgehalt von 2500 € im Monat - damit sie dann nach Indien reisen und dort wie auch in anderen Ländern armen und bedürftigen Menschen helfen kann.
Gabrijela G., Bosnierin, 15 Jahre alt, wünscht sich ein einfaches Leben mit ihrem zukünftigen Mann und einem Kind in einem Haus außerhalb von Wien. Da sie höchstwahrscheinlich ein Ferienhaus in Bosnien von ihren Eltern erben wird, will sie auch dort viel Zeit verbringen. Ihr Berufswunsch ist noch unklar.
Philip C., 18 Jahre alt, chinesische Wurzeln, will selbstständig werden und eine Unternehmenskette führen, sein Wunscheinkommen beträgt 10.000 € im Monat. Wenn er nicht arbeitet, wird er sich auf der Liege in seinem Garten hinter der Villa sonnen.
Natasa T., 17 Jahre alt, Herkunft Serbien, will mit ihrem Mann in Salzburg leben und in einem höherrangigen Beamtenjob mit einem Wunschgehalt von 3000 € arbeiten. Mit ihrem gesparten Geld will sie sich ihre Träume erfüllen: ein Motorrad sowie ein Auto kaufen und dann ganz Serbien bereisen.
Elif G., Türkin, 17 Jahre alt, hat nicht vor, eine Familie zu gründen. Sie will stattdessen in die Türkei ziehen und dort als Politikerin arbeiten, mit einem Wunschgehalt von 2800 € im Monat, wobei sie das nicht ausgegebene Geld spenden möchte. Nebenbei will sie eine Hilfsorganisation gründen, um große Unternehmen dazu zu bringen, zu spenden und Gutes zu bewirken.
Ramona M., 17 Jahre alt, Ungarin, ist noch nicht ganz eingestellt auf die kommenden Jahre. Aber ich wünsche mir, verheiratet zu sein, Kinder zu haben und ein Haus in Wien sowie ein Ferienhaus in Ungarn zu besitzen. Da ich Tiere liebe, darf auch ein Haustier nicht fehlen. Meine Stärken liegen im Management sowie im wirtschaftlichen Bereich, daher wird mein Berufswunsch auch in diese Richtung gehen. Mein Wunschgehalt soll für Essen, Unterkunft, Kulturbedürfnisse und für ein Auto reichen. Seit ich in der Ausstellung "The Happy Show" erkannte, dass glücklich zu sein und Erfolg zu haben nicht von Schicksal und Glück beeinflusst werden, sehe ich die Welt ganz anders. Man selbst kann es beeinflussen, indem man mit Menschen zusammen ist, die man liebt, und Menschen hilft, die Hilfe brauchen. Denn Vertrauen und Vereinbarkeit sind der Schlüssel zum Glück und zum Erfolg.

Auf dem Weg in die Zukunft

Jeder von uns hat schon einmal Sätze wie "Die Jugend von heute?!" gehört. Aber hat sich schon einmal jemand gefragt, woher der häufige Unmut der Jugendlichen kommt? Die Gründe dafür liegen auf der Hand.
Heutzutage wird es immer schwieriger, sich im Leben zu orientieren, zum Beispiel einen Arbeitsplatz zu finden. In unserer Gruppe haben wir auch schon bemerkt, dass bei uns Jugendlichen der Druck und die Angst vor der Zukunft immer größer werden.
Zuerst einmal gab es Verwirrung. Als sich die Frage "Was willst du in der Zukunft alles erreichen?" stellte, kamen zuerst unsichere Antworten. Nach einer Weile, nachdem ein Mitschüler deutlich seine Meinung dazu geäußert hatte, gab es Klarheit und auch Antworten.
Zwei von sechs Schülern hatten sich schon ihren Weg gezeichnet und waren sich schon im Klaren darüber, was sie aus ihrem Leben machen wollen. Was jedoch wichtig ist: Diese beiden Schüler hatten durch ihre Eltern einen Plan A. Ob es auch einen Plan B gibt, blieb fraglich. Beide wollen Geschäftsführer werden und so die Träume und den Wunsch ihrer Eltern erfüllen, da diese ihre Arbeit gern in vertraute Hände weitergeben wollen.
Drei von sechs Schülern streben in Richtung Wirtschaft, was so viel heißt wie: "Ich besuche eine Handelsakademie, also sollte ich am besten Buchhalter oder Buchhalterin werden."
Einer unter sechs Schülern strebt keine erfolgreiche Karriere an, sondern sieht sich in der Zukunft als Hausmann.
Ein Ziel haben jedoch alle gemeinsam vor Augen: eine Familie zu gründen, ein Dach über dem Kopf zu haben und glücklich leben zu können.

Projekt

An dem Projekt "Durchblick-Jugend und Wirtschaft" des WirtschaftsBlatts nehmen teil: Bundesblindeninstitut, Sperlgymnasium Wien, Handelsakademie (HAK)/Handelsschule (HAS)/Aufbaulehrgang (AUL) Sacré Coeur Wien, Berufsförderungsinstitut (BFI) Wien, Vienna Business School HAK III Wien, BHAK/BHAS Wien 13, BHAK/BHAS/HKB Baden, BHAK/BHAS Hallein, BHAK/BHAS St. Johann im Pongau, Medien HAK Graz

* Projektpartner: Bankenverband, Wiener Börse AG, Verbund, Wiener Städtische Versicherungs AG, Industriellenvereinigung
* Pädagogische Betreuung: Izop-Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren, Aachen, Ansprechpartner: Titus Horstschäfer

(Wirtschaftsblatt: 17.5.2016)

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