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28.04.2017

medianet: Das kann richtig teuer werden

Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung kommt; BFI Wien bietet Datenschutz-Seminare als Soforthilfe an.

Wien. Mit 25. Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft. Ihre Ziele sind vor allem der freie Fluss personenbezogener Daten im Binnenmarkt - aber in erster Linie auch ein hoher Datenschutzstandard. An der möglichen Strafhöhe merkt man, dass es der EU mit dem Schutz personenbezogener Daten ernst ist: Nach Verwarnungen können fortgesetzte Verstöße zu Geldstrafen von bis zu 20 Mio. € oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes führen.

"Daten sind das neue Gold - und analog zu Nationalbanken müssen Unternehmen künftig noch mehr auf dieses wertvolle Gut aufpassen", sagt Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien.

Aber trotz dieser maßgeblichen Verschärfung scheint das Thema in den Köpfen der ITVerantwortlichen noch nicht angekommen zu sein: Fast 80% der IT-Entscheider in Unternehmen haben ein nur mangelhaftes Verständnis von den Auswirkungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung, belegt eine Studie des Marktforschungsinstituts IDC im Auftrag des Security-Software-Herstellers Eset.

Wenig Bewusstsein

"Gerade im KMU-Bereich glauben viele Unternehmen, dass die DSGVO nur Facebook reguliert -und sie nicht betroffen sind. Das ist ein Irrtum, der sehr teuer kommen kann. Betroffen ist jedes Unternehmen, denn Datenverarbeitung findet überall statt", so Höllinger. Somit täten alle, die geschäftsmäßig mit personenbezogenen Daten Dritter umgehen, gut daran, sich mit den neuen Vorschriften auseinanderzusetzen. Ab sofort bietet das BFI Wien Seminare an, die sich dieser Materie annehmen. In kompakter Form werden Datenschutzbeauftragten, Geschäftsführern, Selbstständigen, aber auch Bloggern, Websitebetreibern oder App-Entwicklern die Grundlagen der DSGVO nähergebracht. (red)

Seminartipp

Inhalt: Grundlagen DSGVO, Begriffe, Anwendungsbereiche; Grundsätze &Rechtmäßigkeit der Verarbeitung; Rechte/ Pflichten von Unternehmen/Auftragsdatenverarbeitern; Rechte des Betroffenen (Transparenz, Löschung, Berichtigung, Datenübertragbarkeit); Informationspflichten (Datenschutzerklärung, Auskunftsrecht); Umgang mit Daten (techn./org. Maßnahmen); Voreinstellungen (Website, Formulare, etc.); Grundlagen der Qualitätssicherung: Zertifizierung, Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten; zust. Behörden, unterstützende Stellen, Strafen; To-dos bis 25. Mai 2018: Checklisten, Zeitplan, Ernennung von Verantwortlichen, Verfahrensverzeichnis, Risikoabschätzung, IT-Policies.

Nächster Seminartermin: 19. Mai 2017;

Infoshttps://goo.gl/CTWDbY

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