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18.12.2017

Überbetriebliche Lehrlinge schneiden besser ab

Überbetriebliche Lehrlinge schneiden besser ab

Die in den vergangenen Tagen ausgebrochene Diskussion über die hohe Durchfallquote von Lehrlingen bei der Lehrabschlussprüfung übersieht einen interessanten Aspekt und lässt die überbetriebliche Berufsausbildung (ÜBA), deren das BFI Wien mit 18 Berufen einer der größten Anbieter in der Bundeshauptstadt ist, völlig außer Acht. Die ÜBA sticht positiv aus dem eher als trist wahrgenommenen Bild heraus, und das BFI Wien verweist auf eine positive Abschlussquote von immerhin 85% im Jahr 2012 - von den 146 Lehrlingen, die zur Prüfung angetreten sind, kamen damit 124 durch. Derzeit beschäftigt das BFI Wien 636 Lehrlinge in allen Ausbildungsjahren.

"Dies ist umso erfreulicher, als es sich bei den TeilnehmerInnen der ÜBA gerade um jene Jugendlichen handelt, die gemeinhin - trotz dem oft beklagten Lehrlingsmangel! - als nicht in den primären Arbeitsmarkt vermittelbar abgestempelt werden", stellt Mag. Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien, fest. Sprich: "Jene, die angeblich nicht für eine Lehre geeignet sind, entpuppen sich am Ende der Lehrzeit als erfolgreicher - wobei die Rahmenbedingungen der Lehrabschlussprüfung in jedem Fall gleich sind, da diese stets von der Wirtschaftskammer abgenommen wird."


"Beeindruckendes Engagement der Jugend"

Ein interessanter Nebenaspekt ist, dass sich die Lehrlinge des BFI Wien parallel zur Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung durchaus noch weiter engagieren: So haben gerade erst fünf Lehrlinge der Kraftfahrzeugtechnik im Endspurt ihrer Lehrzeit eine Ausbildung zum/zur FahrradtechnikerIn als zusätzliches Standbein absolviert. Diese wurde gemeinsam mit der Berufsschule (zusätzliche Stunden) sowie mit Hilfe der Wiener Mechatroniker-Innung entwickelt, und widmet sich im Kern nicht nur der Frage des richtigen Reifendrucks, sondern den Gesamtanforderungen zur Instandhaltung und Reperatur der immer beliebteren E-Bikes. "Dieses Engagement ist beeindruckend", so Lackinger, "und zeichnet entgegen der laufenden Debatte ein hoffnungsvolles Bild unserer Jugend."

Die Überbetriebliche Berufsausbildung des BFI Wien wird aus Mitteln des AMS Wien und des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) finanziert.

 

Rückfragehinweis: 
Mag. Jan Weinrich, MBA
BFI Wien, Pressesprecher
Tel: +43 1 811 78-10355
Mobil: +43 699 168 623 55
Mail: j.weinrich@bfi.wien

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