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30.05.2011

BFI Wien: ExpertenClub mit Klaus Schuster über „Managementsünden“

BFI Wien: ExpertenClub mit Klaus Schuster über „Managementsünden“

Im ExpertenClub der Buchhandlung Manz, von BILDUNGaktuell und des BFI Wien treffen sich regelmäßig Expert/innen aus Wirtschaft und Non-Profit-Organisationen, um nach Impulsvorträgen zu aktuellen und spannenden Managementthemen die Erfahrungen des beruflichen Alltags auszutauschen, mit neuen Inputs zu verknüpfen und diese in die Praxis zurückzutragen. Zum fünften ExpertenClub am 19. Mai begrüßte Dr. Valerie Höllinger, kaufm. Geschäftsführerin, zahlreiche Personal- und Verkaufsleiter/innen, Prokurist/innen und Geschäftsführer/innen aus Banken, Versicherungen, Handel, Industrie, Consulting und NPOs.

Klaus Schuster, MBA, Managementberater und Fachbuchautor hat die Gäste zunächst mit den zwei „Managementsünden“ konfrontiert, die nach seiner Erfahrung am meisten verbreitet seien. Die Überarbeitung der Manager/innen stehe an erster Stelle neben der Demotivation der Mitarbeiter/innen. Schuster kritisiert, dass wir es verlernt hätten, Komplexität so zu bewältigen, sodass wir ohne Stress trotzdem noch viel bewegen. „Wer zu viel arbeitet, bewegt zu wenig.“ Und dann entstehe der Streit zwischen dem Personalmanagement und Management: die Trainings werden nicht richtig umgesetzt contra das Training war nicht das richtige! Laut Schuster liegt die kalte Rückdelegationsquote bei 50%, d.h. die Manager/innen verstehen es nicht effizient zu kommunizieren bzw. zu delegieren. Die Versuchung sei zu groß, viel selbst zu machen, sich noch mehr Arbeit “aufdrücken zu lassen“ oder „die Feuerwehr zu spielen“.

Und: „Sprechen wir nicht von Motivation sondern von Demotivation.“ Den Manager/innen sollte es bewusst werden, in welcher Form sie (ständig) die Mitarbeiter/innen demotivieren und was sie konkret vermeiden müssen, damit die MA sich auch noch für Sonderprojekte begeistern können! Wichtig sei es auch, die Hintergrundarbeit der Mitarbeiter/innen zu würdigen, sich „qualifiziert zu bedanken“, d.h. zu begründen warum man sich bedankt.

Nach der Analyse der „sündigen Seite“ ging Schuster zur „frechen Seite“ über: „Trau dich und sei dir selbst so lange lästig, bis du so arbeitest, dass du dich nicht mehr überarbeitet fühlst!“! Er ermunterte die Zuhörer/innen, „sich zu trauen, es sich leichter zu machen.“ Gleichzeitig nannte er sein Erfolgsrezept auf Kunden/Kundinnen bezogen: „Sei lästig – aber bleib freundlich, höflich und respektvoll.“ Es gehe also um kontinuierliche Kommunikation („dran bleiben“) – nach seinem Motto und Buchtitel seines zweiten Bestsellers: “ Der freche Vogel fängt den Wurm“ (nach „11 Managementsünden, die Sie vermeiden sollten“). Schuster ist davon überzeugt, dass es nicht immer von der besseren Werbung oder von den niedrigeren Preisen abhängt, ob man z.B. im Verkauf erfolgreich ist.

Klaus Schuster war lange Jahre Vorstand eines großen, internationalen Finanzinstituts. Er war als Troubleshooter unterwegs und betreute den Aufbau eines Filialunternehmens in Osteuropa. Inzwischen leitet er sein eigenes Unternehmen  Klaus Schuster Management Consulting,  er berät, coacht und trainiert Topmanager/innen, Junior Executives, High Potenzials und Vertriebs-mitarbeiter/innen aller Branchen.

Im Oktober eröffnet er an der BFI Wien Akademie die neue Seminarreihe für (angehende) Führungskräfte mit dem Seminar „11 Managementsünden“. Das ist ein zusätzliches Angebot des BFI Wien neben den kompakten Diplomlehrgängen über Controlling, Facility Management, Integrierte Kommunikation, über Führungskompetenzen etc.

 

Rückfragehinweis: 
Mag. Jan Weinrich, MBA
BFI Wien, Pressesprecher
Tel: +43 1 811 78-10355
Mobil: +43 699 168 623 55
Mail: j.weinrich@bfi.wien

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