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24.03.2011

BFI Wien: ExpertenClub zu Führung und Coaching – ein Widerspruch?

BFI Wien: ExpertenClub zu Führung und Coaching – ein Widerspruch?

Im ExpertenClub der Buchhandlung Manz, von BILDUNGaktuell und des BFI Wien treffen sich regelmäßig Expert/innen aus Wirtschaft und Non-Profit-Organisationen, um nach Impulsvorträgen zu aktuellen und spannenden Managementthemen die Erfahrungen des beruflichen Alltags auszutauschen, mit neuen Inputs zu verknüpfen und diese in die Praxis zurückzutragen. Zum vierten ExpertenClub begrüßte Dr. Valerie Höllinger, neue kaufm. Geschäftsführerin, zahlreiche Personal- und Verkaufsleiter/innen, Prokurist/innen  und Geschäftsführer/innen aus Banken, Versicherungen, Handel, Kultur, Technik, Medien und NPOs.

Dem Widerspruch zwischen Führung und Coaching als Führungsinstrument nachzugehen, war offensichtlich eine brennende Frage in Zeiten der Veränderung: „Wie kann ich mich und andere im Unternehmen zum Erfolg führen?“

Dr. Peter-Heinrich, Unternehmensberaterin, Personalentwicklerin, Coach  und Lehrbeauftragte an der Wirtschaftsuni und BFI Wien Akademie für (angehende) Führungskräfte, beantwortete die von ihr aufgeworfene Frage nach dem Widerspruch zwischen Führung und Coaching zunächst mit Ja.  Aufgrund ihrer langjährigen Berufs- und Führungserfahrungen in Banken und Dienstleistungsunternehmen und als externer Coach kennt sie die Unterschiede zwischen internem und externem Coaching sehr gut. Als Führungskraft kann man sich nach den Coaching-Gesprächen mit den Mitarbeiter/innen nicht auf die neutrale Position zurückziehen. Verantwortung und Ergebnisorientierung können danach nicht abgegeben werden. „Trotzdem kann ich aber Coaching-Instrumente anwenden, wenn ich mir als Führungskraft Rollenklarheit, theoretisches Wissen und Reflexionsfähigkeit aneigne. Es geht um die  Frage der Weiterentwicklung als Führungskraft und welche Instrumente man zusätzlich erfolgreich anwenden kann, wie z.B. die des systemischen Coachings. Wenn ich vor diesem Hintergrund akzeptiere, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen und auch Lösungen des Problems gibt, gehe ich zunächst fragend in das Coaching-Gespräch, sehe die Mitarbeiter/innen als die Experten der Lösung und mich als Führungskraft als Expertin für den Weg, des Prozesses,“ so Peter-Heinrich. Und welchen Nutzen hat man – das Management, die Mitarbeiter/innen, das ganze Unternehmen - von dieser Herangehensweise? Nach Peter-Heinrichs Erfahrungen steigt die Motivation der Beteiligten, da sie einen Teil des Weges der Veränderungen mitgestalten können. Im Idealfall verstehen sie so die Unternehmensziele besser, und die Eigenmotivation bzw. Produktivität steigt ebenfalls.

Nach dem fachlichen  Input bot Peter-Heinrich ein „Experiment“ an, eine Art Speed-Coaching, um einen ersten Eindruck vom systemischen Coaching zu bekommen. In Kleingruppen bearbeiteten die Teilnehmer/innen ein Problem  aus dem beruflichen Alltag  und berieten sich gegenseitig anhand von systemischen Fragen (Was würden andere  zu dem Problem  sagen?  Wie würden Sie es selbst von einem anderen Ort aus betrachten?  Spricht auch etwas für dieses problematische Verhalten? Welche Hypothesen gibt es für das Verhalten, auch  positive?)  Und die letzte Frage richtete sich an die Fallbringer/innen:  hat sich durch die Befragung etwas verändert  - bezogen auf die persönliche  Sicht auf das Verhalten der MA oder auf mögliche Problemlösungsstrategien? Damit gingen die Teilnehmer/innen zu persönlichen Gesprächen und Networking.

 

Informationsabend zum Diplomlehrgang Systemisches Coaching für die Führungspraxis an der BFI Wien Akademie: 17.5.2011.

 

Rückfragehinweis: 
Mag. Jan Weinrich, MBA
BFI Wien, Pressesprecher
Tel: +43 1 811 78-10355
Mobil: +43 699 168 623 55
Mail: j.weinrich@bfi.wien

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