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14.12.2011

Kaufmännische Schulen des BFI Wien: „Wir sind Business Klasse“

Kaufmännische Schulen des BFI Wien: „Wir sind Business Klasse“

Dass es seit 2001 die Kooperationen der Schulen des BFI Wien mit den Kooperativen Mittelschulen (KMS) und Wiener Mittelschulen (WMS) zur Erleichterung des Übertritts von der Pflichtschule zu weiterführenden mittleren und höheren Schulen gibt, ist für alle Beteiligten ein Grund zum Feiern. Im Wiener Stadtschulrat trafen sich Ende November SchülerInnen, LehrerInnen und DirektorInnen der involvierten 16 KMS und WMS mit denen der kaufmännischen Schulen des BFI Wien und mit VertreterInnen der Schulbehörde.

Die Geschichte der Kooperation

Mit Ende des Schuljahres 2000/2001 luden die BildungsberaterInnen der kaufmännischen Schulen des BFI Wien, Ing. Mag. Rupert Gassner und Mag. Claudia Zekl (mittlerweile Projektleiterin „KMS meets BFI Wien“), alle SchülerInnen-BeraterInnen der damaligen Wiener Hauptschulen ein, um über mögliche Vorbereitungen bzw. Entscheidungshilfen für SchülerInnen, die in eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule (BMHS) wechseln wollen, zu beratschlagen.

Daraus entwickelte sich die professionelle Kooperation mit immer mehr WMS und KMS: LehrerInnen der kaufmännischen Schulen des BFI Wien übernehmen Stunden von Wahlpflicht- und bzw. Freifächern, um die Jugendlichen mit dem fachlichen Wissen der BMHS vertraut zu machen, sowie die gemeinsame Entwicklung von Unterrichtsmaterial für Deutsch, Englisch und Mathematik und die gemeinsame Teilnahme an Schulentwicklungsprojekten. SchülerInnen der kaufmännischen Schulen kommen zudem in die Pflichtschule und berichten den jüngeren SchülerInnen über den Unterricht, die Projekte etc. und allgemein über die Chancen in der Handelsschule und Handelsakademie. Sie berichten damit über die Entwicklung der „Business-Klasse“, die sich auf hohem Niveau wirtschaftliches Know-how aneignet. Weiters entstanden der Film „Zwei Schulen zum Erfolg“, die Kinderkunstausstellung „Vier Jahreszeiten“, Mediationsprojekte und vieles mehr.

Mag. Dr. Susanne Brandsteidl, Präsidentin des Wiener Stadtschulrats, sieht diese Kooperationen der kaufmännischen Schulen des BFI Wien als „Vorzeigeprojekt, das an den Schnittstellen zur Sekundarstufe 2 sinnvolle und konfliktfreie Arbeit leistet, und für andere HAS und HAK eine Vorreiterrolle einnimmt. So kann der Anteil der SchulabbrecherInnen gesenkt werden. Und durch das Angebot der Ganztagsschulen bietet das BFI Wien optimale Förderung für diejenigen an, die sich Nachhilfe nicht leisten wollen oder können“. Auch dem Landesschulinspektor Mag. Walter Grafinger liegt „als Lehrer der gelungene Übergang zum gelungenen Leben besonders am Herzen“, und er sieht die HAK in der wertvollen Mischung von Wirtschaft und Bildung als große Chance für alle Karrieren – „mit dem Ziel, allen gleiche Chancen zu ermöglichen“.

„Aus Schnittstellen Nahtstellen machen“

„Aus Schnittstellen Nahtstellen zu machen ist wichtig“, erklärte Mag. Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien und damit des Erhalters der kaufmännischen Schulen, in seiner Laudatio zur zehnjährigen Kooperation der Schulen. „Gerade die tatsächliche Durchlässigkeit innerhalb unseres Bildungssystems ermöglicht unabhängig von der Herkunft, des kulturellen Backgrounds etc. den eigenständigen Lebens- und Berufsweg.“ Und er betonte, „dass das von der Regierung geplante Coaching in der Pflichtschule schon längst in den kaufmännischen Schulen des BFI Wien praktiziert wird.“ Das Geschenk an „seine“ Schulen: Die Fassade hat jetzt einen neuen Anstrich erhalten, sodass auch das Blow-up von Christian Ludwig Attersee „Bildung ist Sonne“ (Cover des BFI Wien Kursprogramms von 2006) an der Außenwand erstrahlt. 

„Aus Sicht der Schulleitung freut es mich, weit über unseren Standort wirksam zu sein, auch im Sinne des Dienstes an den kaufmännischen Schulen in Wien. Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement und für das Bild, das sie von den Schulen des BFI Wien durch ihre Arbeit an vielen Wiener KMS und Mittelschulen zeichnen“, erklärte Mag. Fred Burda, Schulleiter der kaufmännischen Schulen des BFI Wien. „Gutes Klima, Vielfalt und faire Chancen sind mehr als bloß Schlagworte für unsere Schule geworden. Sie weisen unseren Jugendlichen den Weg in eine neue Wiener Gesellschaft, in der Integration nur dann verwirklicht ist, wenn wir viele junge Menschen zur Berufsfähigkeit führen."

Burda weiter: „Dass dieser Weg präzise und sicher begangen werden kann, macht wegweisende Orientierungsmarken notwendig. Eine solche Orientierung ist das nun seit zehn Jahren laufende Projekt ‚KMS meets BFI Wien‘. Mittlerweile wurde das Projekt im Rahmen der LehrerInnen-Ausbildung Objekt wissenschaftlicher Auseinandersetzungen. Die SchülerInnen werden behutsam auf den Weg der kaufmännischen Schulen hingeführt. Und die Schulen des BFI Wien sind gut vorbereitet: Ganztagsschule in den ersten Klassen der HAK und HAS, BKS/Italienisch/Französisch zur Wahl an den HAKs; der Schwerpunkt europäische Wirtschaft und Unternehmensführung, Öffnung den neuesten Schulentwicklungen gegenüber – z.B. ist der Schulversuch Neue Handelsschule für das nächste Jahr geplant,“ so Burda. 

Erlebte Kooperationen – Präsentationen der SchülerInnen

Moderiert von der Projektleiterin Claudia Zekl und der Schuldirektorin der KMS Leibnizgasse, Friederike Rodler-Mairhofer, konnten sich die Gäste der Zehn-Jahres-Feier im Stadtschulrat von der Kreativität, Kooperationsfähigkeit und Leistung der SchülerInnen überzeugen. So haben die SchülerInnen der kaufmännischen Schulen mit Interviewleitfäden die PflichtschülerInnen befragt, warum sie die vorbereitenden Kurse für die BMHS besuchen und was es ihnen gebracht hat. Die Ergebnisse via Powerpoint: Persönlichkeitsentwicklung, wirtschaftliches Arbeiten, Erweiterung der Deutsch- und Englischkenntnisse standen im Vordergrund. 

Andererseits wurden die Studierenden der HAK von den Jüngeren live interviewt, warum und wie sie es bis zur Matura geschafft haben und was sie dann vorhaben: Projektarbeit, Unterstützung durch Role-Models, gemeinsame Reisen und Freizeitveranstaltungen, HAK-Matura mit Schwerpunkt Unternehmensführung als Sprungbrett in einen interessanten Job, und zwei wollen studieren. Was Sensibilisierung für Genderfragen und Mediation bedeutet, konnten die Gäste in Form von Sketches erleben, dazwischen eine Rap-Einlage, ein Chor, eine Tanzaufführung und als Abschluss die Kurzfassung des Films „Weg von der KMS zur Matura an der Schule des BFI Wien“ als „Marathonlauf“.

Nächster Informationstag an den kaufmännischen Schulen des BFI Wien:
3. Februar 2012 von 13.30 bis 17.00 Uhr
www.schulenBFI.at

 

Rückfragehinweis: 
Mag. Jan Weinrich, MBA
BFI Wien, Pressesprecher
Tel: +43 1 811 78-10355
Mobil: +43 699 168 623 55
Mail: j.weinrich@bfi.wien

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