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01.12.2011

ExpertenClub mit Mag. Doris Tomanek zum Thema Diversity Management

ExpertenClub mit Mag. Doris Tomanek zum Thema Diversity Management

Zum 6. ExpertenClub des BFI Wien kamen am 30. November 2011 wieder zahlreiche PersonalmanagerInnen, PersonalentwicklerInnen und GeschäftsführerInnen aus Unternehmen aller Branchen. Der ExpertenClub ist ein Angebot aus dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenkunden und der BFI Wien Akademie für (angehende) Führungskräfte – und wird in Kooperation mit der Buchhandlung Manz und BILDUNGaktuell veranstaltet.

Hier treffen sich regelmäßig ExpertInnen, um sich mit ausgewählten aktuellen Fragen zu Praxis und auch Theorie der „Personalarbeit“ bzw. mit Führungsthemen auseinander zu setzen, sich mit anderen PraktikerInnen auszutauschen und zu vernetzen

„Ich freue mich, dass wir die erfahrene Personalchefin Mag. Doris Tomanek, Bank Austria Vorstand für Human Resources Austria und CEE, gewinnen konnten, in diesem Rahmen zum Thema Diversity Management und Anforderungen an das Personalmanagement aus der Praxis zu berichten – und damit zum Nachdenken und Diskutieren zu animieren. Diversity bzw. Vielfalt spielt in unserem Leben und im Wirtschaftskonnex eine große Rolle. Durch die Internationalisierung und Globalisierung der Märkte und damit durch die starke Migrationstendenz muss Vielfalt als Ressource gesehen werden,“ so Dr. Valerie Höllinger, kaufmännische Geschäftsführerin des BFI Wien, in ihrem Einleitungsstatement.

Mit Diversity Management zum Erfolg

Mag. Doris Tomanek startete als Absolventin der Universität Wien (Volkswirtschaft) ihre Karriere bei Mobil Oil Austria. Von 1988 bis 2002 war sie bei Coca-Cola in verschiedenen Managementpositionen mit HR-Verantwortung tätig. Seit 2006 ist sie Head of Human Resources Austria und CEE bei der UniCredit und managt in Österreich sowie 18 CEE-Ländern ca. 60.000 MitarbeiterInnen. 2010 wurde Tomanek in den Vorstand der Bank Austria berufen. Sie ist Mitglied des Beirats der BFI Wien Akademie für (angehende) Führungskräfte.

„Bei UniCredit beschäftigen wir uns mit allen Facetten von Diversity: Age, Health, Culture, Disability, Gender, Sexual Orientation und Life-Style. Die gemeinsame Sprache ist dabei eine besondere Herausforderung, ob es jetzt um Englisch als Unternehmenssprache oder die Verständigung bei den unterschiedlichen Themen geht. Wesentlich ist auch die gemeinsame Entwicklung des Leitbilds, in dem die Rahmenbedingungen festgehalten sind, wie man Diversity leben soll. Am einmal jährlich stattfindenden UniCredit Day setzen sich unsere MitarbeiterInnen jährlich mit unseren Werten bzw. mit Sustainability- und Diversitythemen auseinander. Ziel ist immer die Integration der vielfältigen Kompetenzen – im Speziellen auch in der effizienten Zusammenarbeit der Älteren mit den Jüngeren inklusive anfallender Konflikte. Da in den nächsten zehn Jahren ca. ein Drittel unserer MitarbeiterInnen in Pension gehen wird, arbeiten wir auch intensiv daran, den notwendigen Know-how-Transfer sicher zu stellen“, erklärt Tomanek.

Gender-Diversity und der Mehrwert für das Unternehmen durch Diversity waren zwei Aspekte, die auch von den Gästen in der anschließenden Diskussion aufgegriffen wurden.
„Bei dem Anteil der Frauen könnten wir weiter sein. Der Frauenanteil in Führungspositionen ist in den letzten Jahren mit 20 bis 25 Prozent konstant geblieben. Bei einem Frauenanteil in der Belegschaft von etwa 50 Prozent ist dieser Anteil aber deutlich zu gering. Wir haben spezielle Programme, um Frauen zu fördern. Wir wollen sie ermutigen, den Schritt nach oben zu wagen, ihren Kompetenzen zu vertrauen. Auch aus wirtschaftlichen Gründen spricht alles für die Erhöhung des Frauenanteils: Unser Bedarf  ist nur durch Männer zukünftig nicht mehr zu decken. Damit sind wir auch schon bei dem Mehrwert durch Diversity: Geschäftserfolg durch zufriedene MitarbeiterInnen und Führungskräfte, wachsende Motivation, Innovation und Produktivität. Und nicht zuletzt wird es auch bei der Bewertung der Unternehmen – Stichwort Reputation – immer maßgeblicher, wie mit Diversity oder noch treffender gesagt Inclusion umgegangen wird“, so Tomanek. 

„Bildung, Weiterentwicklung der Potenziale, Integration und Diversity Management wirken dabei unterstützend. Wir stehen für die Förderung der Arbeitnehmer/innen und gleichzeitig für die Unterstützung der Unternehmen, Potenziale zu entdecken und zu entwickeln – unabhängig von der Kultur, sexuellen Orientierung, vom Geschlecht oder von den religiösen Zugehörigkeiten etc. Und in unseren durchlässigen Aus- und Weiterbildungsprogrammen – von Ausbildungen für Lehrlinge bis ManagerInnen – legen wir auch großen Wert auf die Vielfalt der Expertisen und die Entwicklung der sozialen Kompetenzen, um für alle die Chancen am Arbeitsmarkt, den Ein-, Um- und Aufstieg zu ermöglichen. Vielfalt bedeutet Bereicherung auf allen Ebenen, im privaten wie im beruflichen Kontext. Diversity im Unternehmen zu leben heißt, die unterschiedlichen Potenziale zu erkennen und zu nutzen,“ darin sind sich Dr. Valerie Höllinger und Mag. Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien, einig.

Das neue „Bildungsprogramm Frühjahr 2012“ des  BFI Wien ist hier zu bestellen bzw. in der Online-Version einsehbar.

 

Rückfragehinweis: 
Mag. Jan Weinrich, MBA
BFI Wien, Pressesprecher
Tel: +43 1 811 78-10355
Mobil: +43 699 168 623 55
Mail: j.weinrich@bfi.wien

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