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03.07.2012

Die Werkmeisterausbildung gegen den Fachkräftemangel

Die Werkmeisterausbildung gegen den Fachkräftemangel

Seit Übernahme der Technisch-Gewerblichen Abendschule (TGA) von der Arbeiterkammer Wien  (2007/Prüfungsjahr 2008) wurden rund 650 WerkmeisterInnen vom BFI Wien ausgebildet. Und seit  2000 gibt es knapp 2.000 AbsolventInnen.

Vier Werkmeisterausbildungen (Dauer: zwei Jahre) wurden bisher angeboten: Bauwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau und KFZ-Technik. Das Interesse blieb konstant, die TGA hat einen guten Ruf in der Wirtschaft: 80 Prozent der TeilnehmerInnen kommen auf Empfehlung von Vorgesetzen und Kollegen.

Der Abschluss im Juni war wieder Anlass zum Feiern: Von den 130 Absolventen und Absolventinnen haben 50 Prozent die  Ausbildung mit ausgezeichnetem Erfolg und 20 Prozent mit gutem Erfolg abgeschlossen.

„Die Ausbildung neben der Arbeit durchzuhalten, bedeutet einerseits viel Kraft, Energie und weniger Freizeit, andererseits aber direkt umsetzbares, neues Wissen und einen staatlich anerkannten Titel. Die anschließenden Berufslaufbahnen und Karrieren zeigen, dass Aus- und Weiterbildung etwas bewegt – für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowie für die Unternehmen“, betonte Mag. Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien. 

Das sehen die AbsolventInnen genauso, wie z.B. Daniela Markfelder (25, Fördertechnik Wiener Linien), Sandra und Monika Czerwenka (28, Knorr-Bremse und Renica) – sie haben alle mit Auszeichnung bestanden –, sowie Muhammed Öktem (24, KFZ-Werkstatt).  Nach erfolgreichen Lehrabschlüssen in technischen Lehrberufen (die Frauen in Elektromaschinen- bzw. Maschinenfertigungstechnik und als Werkzeugmacherin) wollen sie weiterkommen und haben es mit der Ausbildung geschafft. Die Wiener Linien wollen „durch Frauenquoten in der Technik Frauen gezielt fördern“,  bei Knorr-Bremse steigt Sandra Cerwenka als Vorarbeiterin und bei Renica Monika Cerwenka als Werkstättenleiterin auf. Muhammed Öktem wechselt in die KFZ-Kundenbetreuung inkl. Mitarbeiterführung und denkt an eine eigene Werkstatt.

„Wir freuen uns, dass durch die Ausbildung Träume wahr werden – und das sicher auch, weil man sich beim Lernen und in kritischen Situationen in den Gruppen gegenseitig unterstützt hat. Darauf konnten sich bisher alle verlassen, was sicher auch für die NeueinsteigerInnen im Herbst  motivierend sein kann“, erklärte DI Herbert Sasshofer, Direktor der TGA.

Neu im Programm: Werkmeisterausbildung Mechatronik 

Dahinter stecken die Fachrichtungen Mechatronik und Elektronik – also vor allem Automatisierung und Feinmaschinenbau, was auch technisch vernetztes Denken und Handeln verlangt. Wie bei den anderen Werkmeisterausbildungen geht es hier neben der fachlichen Höherqualifizierung um Grundlagen aus Mathematik, Deutsch, Kommunikation, Naturwissenschaft und um aktuelles Wissen aus Wirtschaft, Recht und Personalführung.

Generell inkludiert der Werkmeisterabschluss die Ausbildung als LehrlingsausbilderIn und ist europaweit anerkannt. www.tga-wien.at 

 

Rückfragehinweis: 
Mag. Jan Weinrich, MBA
BFI Wien, Pressesprecher
Tel: +43 1 811 78-10355
Mobil: +43 699 168 623 55
Mail: j.weinrich@bfi.wien

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