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14.03.2014

Der Tierflüsterer

Der Tierflüsterer

Fast jeder vierte Österreicher besitzt zumindest ein Haustier, ergab eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Spectra im Vorjahr. In der Regel stellt das Haustier – konkret für 91 Prozent der Halter – eine Bereicherung des Lebens dar – 83 Prozent vergleichen es gar mit einem guten Freund. Dementsprechend hoch ist auch die Bereitschaft in ein harmonisches Miteinander zu investieren, so gibt jeder Vierte mehr als 50 Euro monatlich für seine Mitbewohner aus.

Problematisch wird es dann, wenn die Harmonie gestört wird – sei es durch die in Fetzen hängende Couch, aggressives Verhalten des Vierbeiners oder gar die Zweckentfremdung der gesamten Wohnung als Toilette. „In den seltensten Fällen liegt es am Tier, das es so reagiert“, erklärt Dieter Pouzar. Zusammen mit Isabella Reitmayr leitet er den Diplomlehrgang „Körpersprachlich orientierter, ganzheitlicher Tiercoach“ am BFI Wien und vermittelt den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern über ein Jahr hinweg, wie man die Körpersprache von Hund und Katz liest. In 224 Einheiten wendet sich das Duo dabei in erster Linie an Tierärzte oder Tiertrainer, die ihre Kenntnisse auf dem Gebiet erweitern wollen, aber auch an all jene, die sich nach dem Lehrgang als Tiercoach selbstständig machen wollen. Selbstverständlich sei der Lehrgang aber auch für Hunde- und Katzenhalterinnen und –halter geeignet, die ihr eigenes Tier besser verstehen lernen möchten, betont Pouzar.

Viel Fingerspitzengefühl gefragt

„Für die Betätigung als Tiercoach braucht man viel Fingerspitzengefühl und die Fähigkeit, unangenehme Dinge ansprechen zu können. Und zwar auf eine Art, die beim Besitzer die Bereitschaft zur Mitarbeit fördert“, erklärt Pouzar. „Der diplomierte ganzheitliche Tiercoach richtet den Blick nicht nur auf das Problemverhalten des Tieres, sondern analysiert auch die Umgebung, in der das Tier lebt. Ganz wichtig ist es hierbei auch, an der Beziehung zum Menschen zu arbeiten.“ Viele Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer wüssten demnach nicht, in welcher Form ihr Tier mit ihnen kommuniziert und wie sie darauf reagieren sollen. Durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten, könnten die Menschen aber lernen, ihre Energie anders einzusetzen, um die Beziehung zu ihrem Tier positiv zu verändern. „Wir geben den Tierhaltern die Methoden an die Hand, um mit ihren Tieren zu arbeiten“, so der Kursleiter. „Die tatsächliche Arbeit mit dem Tier liegt dann aber bei den Besitzerinnen und Besitzern.“

Dementsprechend reichen die Lehrgangsinhalte von Verhaltensbiologie und -störungen über Hunde- und Katzenkrankheiten, Tierschutz bis hin zu Ernährung: „Wir werden außerdem regelmäßig mit Problemfällen arbeiten“, streicht Pouzar den großen Praxisanteil hervor. Details zum am 11.4. startenden Lehrgang präsentieren Pouzar und Reitmayr am 24.3. beim kostenlosen Infoabend zwischen 18:00 und 19:35 Uhr. Infos und Anmeldung: anmeldung@bfi.wien oder Telefon: 01/811 78 /10100

Wir verlosen ein Stipendium

Für Schnellentschlossene Hunde- oder Katzenhalter verlost das BFI Wien ein Voll-Stipendium im Wert von 3.500 €. Bewerbungen – inklusive Motivschreiben warum man diesen Kurs besuchen möchte – bitte per Mail an: Gabriele Obrowsky (g.obrowsky@bfi.wien), Kennwort: Tiercoach. Anmeldeschluss: 2. April. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Rückfragehinweis: 
Mag. Jan Weinrich, MBA
BFI Wien, Pressesprecher
Tel: +43 1 811 78-10355
Mobil: +43 699 168 623 55
Mail: j.weinrich@bfi.wien

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