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15.12.2018

Perfect Match – das BFI Wien bringt Lehrlinge und Betriebe zusammen

In drei Lehrlings-Castings in den Bereichen Installations- und Gebäudetechnik, Malerei- und Beschichtungstechnik sowie Elektro- und Gebäudetechnik konnten Jugendliche zeigen, dass sie das Zeug für eine erfolgreiche Fachkräftekarriere haben.

Wien. „Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie die Lücke zwischen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden auseinanderklafft, sondern handwerklich interessierte Jugendliche direkt mit den fachkräftesuchenden Unternehmen zusammenbringen“, erklärt BFI Wien Geschäftsführer Franz-Josef Lackinger. Aus diesem Grund habe man auch in Kooperation mit den WKW Innungen Sanitär|Heizung|Technik, Elektrotechniker und Maler|Tapezierer sowie dem AMS Wien die ersten drei Lehrlings-Castings am BFI Wien abgehalten.

An drei Terminen im Oktober und November hatten jeweils über 40 Jugendliche die Möglichkeit, in berufsnahen theoretischen und praktischen Übungen zu zeigen, was in ihnen steckt – und Wiener Lehrbetriebe auf sich aufmerksam zu machen. Die Jugendlichen mussten sich dafür Deutsch-, Mathematik-, Logik- und Koordinationstests stellen, ein simples Werkstück anfertigen und bei Speed Datings mit Unternehmensvertretern aus Industrie und Gewerbe mit ihrer Persönlichkeit punkten. „Immer unter den kritischen Augen potenzieller zukünftiger Arbeitgeber“, so Lackinger. Dieses Setting bringe zahlreiche Vorteile mit sich: „Die Unternehmen aus Industrie und Gewerbe sparen sich langwierige Auswahlverfahren und die Jugendlichen bekommen auf diese Art und Weise die Möglichkeit sich abseits von Schulnoten zu präsentieren und ihre Sozialkompetenzen und Fertigkeiten in realen Bewerbungssituationen unter Beweis zu stellen.“ 

Lehrlings-Casting BFI Wien 2018     Lehrlings-Casting BFI Wien 2018

Und die Jugendlichen lösten diese Aufgabe mit Bravour, wie die anwesenden Unternehmensvertreter – u.a. von Porr, J.Stettner, Strabag, Rapid Wien, ÖBB, Apleona HSG GmbH, Triburuzek, Gartner, Helmuth Schiller Gmbh, Andreas Hodik, Raumgestaltung Preslmayer, Janda Wohntraumdesign, Malerei Hajek, Maler Denner, Art for Art Theaterservice GmbH, Hausner & Hausner, Malerei Soraperra, Bugkel GmbH, Liebert Elektrotechnik, Otto Stöckl Elektroinstallationen, APS Sicherheitstechnik und Elektro Lenk – einhellig bestätigten. Wenig verwunderlich kam es daher bereits im Zuge des Castings zu ersten Einstellungsgesprächen.

„Wir bilden die Jugendlichen gerne – und sehr erfolgreich – aus. Noch mehr freut es uns aber, wenn wir sie an Betriebe vermitteln und ihnen so einen guten Start ins Berufsleben ermöglichen können. Und ich gratuliere sowohl den Siegern des Castings zu den Jobaussichten, als auch den Unternehmen zu den Jungtalenten, die sie sich geangelt haben“, so Lackinger.


Gewinner im Bereich Installations- und Gebäudetechnik
Installations- und Gebäudetechnik: Valid Yusupov, Muhammet Öksüz und Mustafa Koc 
Valid Yusupov, Muhammet Öksüz und Mustafa Koc
 
Gewinner im Bereich Elektro- und Gebäudetechnik
Elektro- und Gebäudetechnik: Hizir Dorsuev, Ibrahim Schwinek und Kemal Kinali
Hizir Dorsuev, Ibrahim Schwinek und Kemal Kinali 

Gewinnerinnen bei den Malerinnen und Malern
Malerinnen: Adina Holzhauser, Nicole Kacerek, Nathalie Kletzel
Adina Holzhauser, Nicole Kacerek, Nathalie Kletzel


„Kritik an ÜBA deplatziert“

Anlässlich des Castings betonte Lackinger eindringlich, dass die grundsätzliche Kritik an überbetrieblichen Lehrwerkstätten äußerst kontraproduktiv sei: „In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Lehrbetriebe um mehr als ein Viertel gesunken.“ Gleichzeitig werden aber immer mehr Stimmen laut, die in Einrichtungen wie dem BFI Wien eine Konkurrenz zu den Lehrbetrieben sehen.
Lackinger: „Wir nehmen nicht der Wirtschaft die Lehrlinge weg. Bei uns landen vielmehr diejenigen, die die Wirtschaft, aus welchen Gründen auch immer, nicht wollte.“ Angesichts der Leistungen der Jugendlichen im Zuge der Castings und der Tatsache, dass neun von zehn Lehrlingen mit Hilfe des BFI Wien den Lehrabschluss schaffen – empfiehlt Lackinger daher: „Vielleicht sollte das eine oder andere Unternehmen seinen Rekrutierungsprozess kritisch durchleuchten. Denn derzeit entgehen ihnen unzählige Rohdiamanten, die wir bis zur Lehrabschlussprüfung führen.“

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