Zurück
11.04.2017

Eine Investition in Bildung ist eine Investition in den Standort

Das BFI Wien lud zum ExpertenClub zum Thema Cyber Security.

Expertenclub "Cyber-Security" 2017

(v.l.n.r.: Christian Wiesener (Microsoft Österreich), Franz-Josef Lackinger (BFI Wien), Robert Haider (Vienna International Underwriters), Valerie Höllinger (BFI Wien), Joe Pichlmayr (Ikarus Security Software GMBH), Walter Unger (Österreichisches Bundesheer) und Christian Schöndorfer (HTL Rennweg und FH St. Pölten) beim ExpertenClub des BFI Wien.)

„Es haben immer mehr Menschen teil am Internet und es passiert immer mehr. Da steckt eine riesige Industrie dahinter, die mittlerweile mehr Geld bewegt als der Drogenhandel“, zeichnete Virusexperte Joe Pichlmayr von Ikarus Software ein düsteres Szenario. Auch Robert Haider von den Vienna Underwriters, einer Tochter der Vienna Insurance Group, warnte vor der rasanten Entwicklung im Internet: „Es wird niemand das sichere Internet erfinden“, so seine nüchterne Prognose. „Es gilt daher bei jedem von uns selbst Verantwortung zu übernehmen und die Mitarbeiter darauf zu schulen, mit den Gefahrenpotenzialen richtig umzugehen.“ Ein Standpunkt, den Oberst Walter Unger von der Cyber Defense Abteilung des Bundesheers nur unterschreiben kann: „Wir müssen ganz massiv in die Ausbildung der Fachkräfte investieren. In Deutschland wurden etwa 100 Professuren zu dem Thema eingerichtet, in Österreich nur zwei.“ 

Diskussionsrunde zum Thema "Cyber-Security"

Christian Schöndorfer, Pädagoge an der auf IT spezialisierten HTL Rennweg und der FH St. Pölten, zeigte dramatisch auf, wo der Schuh drückt: „Es gibt schon jetzt Schüler, die Lehreraccounts ausspionieren und bessere Noten um 50 Euro verkaufen können, weil sie mehr wissen als die Lehrer selbst.“ Und Christian Wiesener, National Security Officer bei Microsoft, brachte es auf den Punkt: „Wenn wir in eine zeitgemäße Ausbildung in diesem Bereich investieren würden, könnten wir uns als Industriestandort definitiv hervortun.“

Das BFI Wien baue dieses Segment u.a. auch aus diesen Gründen in seinem Kursangebot weiter aus, betonte BFI Wien Geschäftsführerin Valerie Höllinger und kündigte für Juni den Launch eines eigenen Angebots für Ausbildungen im Spannungsfeld IT und Digitalisierung an. „Bildung ist die wichtigste Infrastruktur für die Wirtschaft, für das Land“, so ihr Appell.

Nach der Podiumsdiskussion nutzten die zahlreichen Gäste die Zeit, um sich in entspannter Atmosphäre weiter auszutauschen und ihre Security-Strategien zu vertiefen. Unter anderem gesehen wurden Michael Breitenfeld (Breitenfeld Rechtsanwälte GmbH & Co KG), Andreas Eichler (fair-finance Vorsorgekasse AG), Clemens Foisner (SEC Consult Unternehmensberatung GmbH), Alexander Oswald    (Futura GmbH), Christa Pregesbauer (Bundesministerium für Bildung), Christoph Schmölzer (Verein KADA) und Jörg Zehetner (KWR Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte GmbH).

Fotos zur Veranstlatung stehen beim APA-Fotoservice zum Download zur Verfügung

Zurück