Sicherheitsfachkräfte haben die Aufgabe, den/die DienstgeberIn, die Bediensteten, die Sicherheitsvertrauenspersonen und das zuständige Personalvertretungsorgan auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und der menschengerechten Arbeitsgestaltung zu beraten und den/die DienstgeberIn bei der Erfüllung der Pflichten auf diesen Gebieten zu unterstützen. Sie erhalten mit dem Zeugnis die Berechtigung, als Sicherheitsfachkraft nominiert zu werden oder diesen Beruf selbstständig auszuüben. Diese Ausbildung hat den Status einer Berufsausbildung.
Personen, die den Beruf als Sicherheitsfachkraft gemäß § 73 ASchG 1994 (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz) ausüben möchten
- Technischer oder naturwissenschaftlicher Hochschulabschluss, Reifeprüfung an einer höheren technischen Lehranstalt, MeisterInnenprüfung, Werkmeisterschule oder vergleichbare Ausbildung
und zweijährige betriebliche Tätigkeit oder
- Personen mit einer vierjährigen betrieblichen Tätigkeit nach Ablegung eines Aufnahmetests
- Internetzugang (E-Learning)
- Für die Zulassung zur Zertifizierung als operative/r SGU-MitarbeiterIn oder operative Führungskraft eine Kopie des amtlichen Lichtbildausweises (Führerschein oder Reisepass)
- Erbringung der oben genannten Voraussetzungen in schriftlicher Form spätestens zu Lehrgangsstart
- Einführung und Grundlagen, Rechtsgrundlagen und Normen
- Grundsätze der Organisation und Methoden des betrieblichen ArbeitnehmerInnenschutzes
- Sicherheit von Arbeitssystemen mit Anwendungsfällen
- Ergonomie, Grundlagen und Anwendung
- Psychosoziale Belastungen
- Schadstoffe, Grundlagen und Anwendung, REACH, GHS
- Ermittlung und Beurteilung von Gefahren, Festlegung von Maßnahmen
- Kosten-Nutzen-Analyse
- Psychologische und betriebssoziologische Grundlagen des betrieblichen ArbeitnehmerInnenschutzes
- Schnittstellen mit verwandten Sachgebieten
- Erste-Hilfe, Vorbeugender Brandschutz
- ArbeitnehmerInnenschutz im internationalen Vergleich (EU)
- Ladegutsicherung, Gefahrguttransport (Überblick)
- Tätigkeiten der AUVA, Einblick in Sicherheitsmanagementsysteme (z.B. SGM, OHSAS 18001, SCC)
- Verkehrsarbeitsinspektion
- Hat ein Unternehmen mehr als 50 ArbeitnehmerInnen, muss eine Sicherheitsfachkraft bestellt werden.
- Das SCC/SGU-Personenzertifikat erhöht Ihre beruflichen Qualifikationen.
- Als Sicherheitsfachkraft beraten Sie ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen in allen Fragen des technischen ArbeitnehmerInnenschutzes (z. B. Umgang mit Chemikalien, Lärm, Ergonomie, elektrischer Strom, Bauarbeiten, Maschinensicherheit) und des Verwendungsschutzes (z. B. Arbeitszeit, Arbeitsruhe, Mutterschutz). Darüber hinaus haben Sie Einblick in Sicherheitsmanagementsysteme.

QUALIFIKATION:
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das BFI Wien Zeugnis und dokumentieren dadurch offiziell Ihr Können.

LEHRGANGSLEITUNG:
Ing. Johannes Pestal (Sicherheitsfachkraft, technisches Büro für Sicherheitstechnik und Baukoordination).
Neben den 192 Präsenzeinheiten sind 96 zusätzliche Stunden in Form von E-Learning vorgesehen.
Am Prüfungstag (nicht Bestandteil der Lehrgangsunterrichtseinheiten) findet vor Beginn der Abschlussprüfung zur Sicherheitsfachkraft die SCC/SGU-Prüfung statt.