Welche Schutzmaßnahmen müssen im Betrieb ergriffen werden? Wie setzt man diese Maßnahmen optimal um? Sicherheitsfachkräfte (SFK) beraten und unterstützen Firmenleitung und Beschäftigte bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Einsatzbereiche dieser Berufsausbildung sind u.a. Arbeitsgestaltung und Berufskrankheiten, technischer und Verwendungsschutz der Beschäftigten. Größere Betriebe ab 50 Arbeitnehmern sind in Österreich dazu verpflichtet, SFK zu bestellen. Sie erhalten mit dem Zeugnis ein Zertifikat als SFK und können diesen Beruf auch selbstständig ausüben.
- Einführung und Grundlagen, Rechtsgrundlagen und Normen
- Grundsätze der Organisation und Methoden des betrieblichen Arbeitnehmerinnenschutzes bzw. Arbeitnehmerschutzes
- Sicherheit von Arbeitssystemen mit Anwendungsfällen
- Ergonomie, Grundlagen und Anwendung
- Psychische Belastungen - Stress, Burnout
- Schadstoffe, Grundlagen und Anwendung, REACh, GHS
- Evaluierung - Ermittlung und Beurteilung von Gefahren, Festlegung von Maßnahmen
- Kosten-Nutzen-Analyse
- Psychologische und betriebssoziologische Grundlagen des betrieblichen Arbeitnehmerinnenschutzes bzw. Arbeitnehmerschutzes
- Schnittstellen mit verwandten Sachgebieten - Ladungssicherung, Kälteanlagen, Druckbehälter, Gefahrguttransport, Seilsicherungssysteme, elektrischer Strom
- Erste Hilfe, vorbeugender Brandschutz
- Arbeitnehmerinnenschutz bzw. Arbeitnehmerschutz im internationalen Vergleich (EU)
- Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
- Tätigkeiten der AUVA, Einblick in Sicherheitsmanagementsysteme (z. B. SGM, ISO 45001, SCC)
- Verkehrsarbeitsinspektion (VAI)
- Hat ein Unternehmen mehr als 50 ArbeitnehmerInnen, muss eine Sicherheitsfachkraft bestellt werden.
- Das SCC/SGU-Personenzertifikat erhöht Ihre beruflichen Qualifikationen.
- Als Sicherheitsfachkraft beraten Sie ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen in allen Fragen des technischen ArbeitnehmerInnenschutzes (z. B. Umgang mit Chemikalien, Lärm, Ergonomie, elektrischer Strom, Bauarbeiten, Maschinensicherheit) und des Verwendungsschutzes (z. B. Arbeitszeit, Arbeitsruhe, Mutterschutz). Darüber hinaus haben Sie Einblick in Sicherheitsmanagementsysteme.
Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das SCC/SGU-Personenzertifikat sowie das renommierte BFI Wien Zeugnis - das Zertifikat für Ihre fachliche Qualifikation am Arbeitsmarkt.
- Technischer oder naturwissenschaftlicher Hochschulabschluss, HTBLA, Meisterinnenprüfung bzw. Meisterprüfung, Werkmeisterschule oder vergleichbare Ausbildung
und zweijährige betriebliche Tätigkeit
- Personen mit einer vierjährigen betrieblichen Tätigkeit nach Ablegung eines Aufnahmetests
- Internetzugang (E-Learning)
- Für die Zulassung zur Zertifizierung als operative SGU-Mitarbeiterin bzw. operativer SGU-Mitarbeiter oder operative Führungskraft eine Kopie des amtlichen Lichtbildausweises (Führerschein oder Reisepass)
- Erbringung der oben genannten Voraussetzungen in schriftlicher Form spätestens bei der Anmeldung
Personen, die den Beruf als Sicherheitsfachkraft gemäß § 73 ASchG 1994 (Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutzgesetz) ausüben möchten
Ing. Johannes Pestal (Sicherheitsfachkraft, technisches Büro für Sicherheitstechnik und Baukoordination)
Neben den 192 Präsenzeinheiten sind 96 zusätzliche Stunden in Form von E-Learning vorgesehen.
Am Prüfungstag (nicht Bestandteil der Lehrgangsunterrichtseinheiten) findet vor Beginn der Abschlussprüfung zur Sicherheitsfachkraft die SCC/SGU-Prüfung statt.