Unabhängig von der gesellschaftspolitischen Entwicklung nehmen in Österreich in den vergangenen Jahren extremistische Strömungen mit verschiedensten politischen und religiösen Ausrichtungen zu. Diese Entwicklungen erfordern von Institutionen und MultiplikatorInnen im Bereich der sozialen Berufe erhöhte Aufmerksamkeit, fundierte Information und die Kenntnis wirksamer Präventionsmaßnahmen.

Das Ziel des Workshops "Extremismusprävention" ist es, sich einem breit gefassten Extremismus Begriff anzunähern und in der kritischen Auseinandersetzung einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen. Sie befassen sich mit Radikalisierung als Prozess, der von verschiedenen ursächlichen Dimensionen getrieben wird, und erweitern damit Ihre Handlungsspielräume.

Um Präventionsmaßnahmen zu entwerfen, verfolgen Sie einen ganzheitlichen Zugang, der sowohl lokale wie globale Aspekte "des Radikalen" thematisiert. Dabei setzen Sie in der konkreten Lebenswelt der AkteurInnen im Zusammenspiel mit dem globalen Blick auf soziale, historische, politische und kulturelle Phänomene an, um ein diskriminierungsfreies Miteinander zu fördern.
Personen, die ihr Wissen und Ihre Handlungsstrategien für den präventiven Umgang mit Extremismus erweitern wollen, insbesondere
- Personen aus beratenden und sozialen Berufsfeldern, z. B. SozialarbeiterInnen, -begleiterInnen und -pädagogInnen, Lebens- und SozialberaterInnen, Verwaltungskräfte aus sozialen Einrichtungen
- Personen aus lehrenden Berufsfeldern, z. B. KindergartenpädagogInnen, LehrerInnen, TrainerInnen, Verwaltungskräfte aus Schulen und Bildungseinrichtungen
- Definitionsklärungen und Basiswissen zum Thema Extremismus, Radikalisierung und Fanatisierung
- Reflexion von Begrifflichkeiten und eigenen Positionen
- Hintergrundwissen zu globalpolitischen Aspekten in Bezug auf Extremismus und Fanatismus
- Basiswissen und Modelle zu Anziehungskräften und Argumenten von Ideologien: Berücksichtigung spezifischer Bedürfnisse in Jugendalter und Adoleszenz
- Bearbeitung von Fallbeispielen
- Entwicklung praxisorientierter Präventionsstrategien inklusive Best Practice für das eigene berufliche Handlungsfeld
- Strategien der Wahrnehmung, Kommunikation und Vermittlung im Anlass-/Gefährdungsfall
- Informationen über bestehende HelferInnen-Netzwerke und Präventionsinitiativen
- Sie fördern Ihre eigene Aufmerksamkeit und den kritischen Umgang mit Begrifflichkeiten und Radikalisierungskonzepten.
- Sie verfügen über Basiswissen zur kritischen Auseinandersetzung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
- Sie erkennen die Komplexität von globalen und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen, die Extremismus beeinflussen.
- Sie reflektieren Ihre eigenen Positionen und Werthaltungen.
- Sie eröffnen sich neue Handlungsspielräume im Umgang mit Radikalisierung und Extremismus.
- Sie verfügen über konkrete Handlungsmöglichkeiten im Anlass-/Gefährdungsfall und kennen die Grenzen Ihrer Einflussmöglichkeiten.
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